Sie begann schon als Kind mit dem Eislaufen, im Alter von vier Jahren, und feierte ihren ersten Erfolg im Jahr 2001: Mit nur 13 Jahren gewann sie ihren ersten internationalen Wettkampf. Sie ist Mitglied der Sportgruppe Fiamme Azzurre, der Sportabteilung der italienischen Justizvollzugspolizei.
Carolina Kostner, Fahnenträgerin Italiens bei Turin 2006
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Ihr Vater Erwin Kostner ist ein ehemaliger Eishockeyspieler (Verteidiger). In seiner Karriere war er Kapitän der italienischen Nationalmannschaft (212 Einsätze zwischen 1976 und 1992) und Trainer verschiedener italienischer Nachwuchsnationalteams; ihre Mutter Maria Patrizia ist eine ehemalige Eiskunstläuferin und Trainerin.
Carolina hat zwei Brüder, Martin und Simon. Außerdem gibt es eine bekannte Verwandte: Die ehemalige italienische Skirennläuferin Isolde Kostner ist eine Cousine ihres Vaters – und zugleich ihre Firm-Patin.
Carolina Kostner entwickelte ihr künstlerisches und sportliches Talent in Ortisei (in der Provinz Bozen), wo sie lebt.
Auf dem Eis schwebt sie anmutig wie ein Schmetterling – weil sie sprichwörtlich mit Schlittschuhen an den Füßen geboren wurde.
Der Höhepunkt ihrer olympischen Karriere kam bei Sotschi 2014, wo sie die Bronzemedaille gewann – der verdiente Lohn für Jahre voller Opfer und Hingabe.
Um diese Ziele zu erreichen, absolvierte Carolina einen internationalen Ausbildungsweg und trainierte in verschiedenen Ländern bei Trainern auf höchstem Niveau.
Sie arbeitete in Los Angeles mit Frank Carroll, einer Legende des Eiskunstlaufs, in Russland mit Aleksei Mishin, in Deutschland mit Michael Huth und in Toronto mit der kanadischen Choreografin Lori Nichol, die sie dabei unterstützte, ihren unverwechselbaren künstlerischen Stil weiterzuentwickeln. Diese internationale Erfahrung half ihr, Technik und Ausdruck zu verfeinern – Eigenschaften, die sie weltweit erkennbar gemacht haben.
Sie ist Mitglied der Sportgruppe Fiamme Azzurre, der Sportabteilung der italienischen Justizvollzugspolizei. Ihre Disziplinen sind Eiskunstlauf Damen Einzel und der Teamwettbewerb.
Abseits des Eises pflegt sie ihre Leidenschaft für Kunst, Musik und Design – Interessen, die sich in der künstlerischen Interpretation ihrer Programme widerspiegeln.
Carolinas Wettkampfkarriere endete bei den Weltmeisterschaften 2018, doch ihre Verbindung zum Eiskunstlauf setzt sich in neuer Rolle fort. Heute ist sie Technische Direktorin der Sportgruppe Fiamme Azzurre und berät verschiedene Nationalteams. Dabei bringt sie die Erfahrung und das Wissen ein, das sie in über zwanzig Jahren auf internationalem Spitzenniveau gesammelt hat.
Eine Möglichkeit, dem Eiskunstlauf das zurückzugeben, was er ihr geschenkt hat – und zur Entwicklung neuer Athletengenerationen beizutragen.